Werner Haverkemper und Klaus Artmann
Kreis Warendorf. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen stand der Bereich „Bildung“ des rot-grünen Koalitionsvertrags auf der Tagesordnung des Vorstands der Arbeitsgemeinschaft 60plus im Kreis Warendorf. Diesmal ging es unter Leitung von Klaus Artmann, Stellvertretender Bürgermeister der Stadt Warendorf, jedoch nicht so sehr um die schulische Bildung, sondern mehr um Themen wie Lehrerausbildung, berufliche Bildung und Hochschule.
Einig waren sich dabei die Mitglieder der AG 60plus, dass das Schaffen von mehr Chancengleichheit zum „urdemokratischen Ansatz der SPD“ gehöre. Gut ausgebildete, hoch motivierte Menschen seien unabdingbar, um die Herausforderungen des demografischen Wandels zu meistern.
Klaus Artmann betonte unwidersprochen, dass im Bereich „Bildung“ des Koalitionsvertrags nicht zu erkennen sei, ob es sich um rote oder grüne Politikvorstellungen handele. „Sylvia Löhrmanns Schulpolitik ist auch unsere Politik“, waren sich die Mitglieder der AG 60plus einig. Sie stimmten auch darin überein, dass die Lehrer häufig zu Recht beklagen würden, dass Schule zu einem Experimentierfeld geworden sei. Dennoch aber wurde die Abschaffung der Kopfnoten als „gut“ befunden. Denn der gewünschte Effekt, dadurch für mehr Disziplinierung sorgen zu können, treffe nicht ein.
„Wenn man neue Schulen will, braucht man anders ausgebildete Lehrer.“ Dieser Satz Klaus Artmanns blieb ebenfalls im Vorstand der AG 60plus unwidersprochen, der sich abschließend darin einig war. „Bildung ist ein öffentliches Gut und Menschenrecht.“
Außerdem besprach der Vorstand der AG 60plus in dieser Sitzung das weitere Programm für 2011. Wieder wollen sie die Mitglieder einmal im Monat treffen, um politische Themen zu diskutieren, haben ferner für den 4. April in Münster einen Besuch beim Regierungspräsidenten eingeplant. Am 27. September soll in der „Waldmutter“ die Delegiertenkonferenz der AB 60 plus stattfinden.