„Unsere Grundwerte müssen überall gültig sein“

Arbeitsgemeinschaften

Kreis Warendorf/Ahlen. Ganz im Zeichen der Landespolitik stand die jüngste Vorstandssitzung der Arbeitsgemeinschaft 60plus im Willy-Brandt-Haus in Ahlen. Zu Gast war die heimische Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass, die über aktuelle Entwicklungen informierte, jedoch auch einen Ausblick auf den Mai 2017 gab. Bei den am Muttertag stattfindenden Landtagswahlen möchte sie wieder für den südlichen Teil des Kreises Warendorf in den Landtag einziehen, gab sie ihre Kandidatur bekannt.

Da Annette Watermann-Krass Mitglied im Ausschuss für Familie, Kinder und Jugend ist, nahmen die Themen aus diesem Politikfeld besonders großen Raum in der Vorstandssitzung der AG 60plus ein. Das KiBiz, das Kinderbildungsgesetz, habe immer unter einer latenten Unterfinanzierung gelitten, erläuterte die Abgeordnete. Deshalb sei sich die SPD-Fraktion einig, dass im nächsten Jahr ein komplett neues Gesetz verabschiedet werden soll. Sie hofft natürlich, dafür nach der Wahl auch noch die Mehrheit zu haben.

Um die größten Probleme zu beseitigen, werden 430 Millionen Euro, die ursprünglich für die so genannte „Herdprämie“ vorgesehen waren, zum nächsten Kindergartenjahr in die Kindergärten gesteckt. 100 Millionen Euro von dieser Summe sind für Investitionen im Bereich der Ü-3-Betreuung vorgesehen, das restliche Geld soll komplett in die Finanzierung des Personals gehen. „Das dürfte den Kindergärten etwas Luft geben“, war sich Annette Watermann-Krass sicher.

Angesichts der großen Zahl an Flüchtlingen im Land – 230 000 sind es mittlerweile in Nordrhein-Westfalen – blieb natürlich nicht aus, dass auch dieses Thema von Anette Watermann-Krass in der Vorstandssitzung der AG 60plus angesprochen wurde. Die Abgeordnete erläuterte, das NRW als erstes Bundesland einen Integrationsplan verabschiedet habe. Und gerade NRW habe Erfahrung mit Zuwanderung, erinnerte sie an den Zuzug zahlreicher Polen ins Ruhrgebiet vor über 120 Jahren und den der Türken einige Jahrzehnte später.

Annette Watermann-Krass betonte ausdrücklich, dass bei den vielen Menschen, die jetzt ins Land gekommen seien, die Religion nicht unbeachtet gelassen werden dürfe. Schließlich gebe es viele verschiedene Islam-Richtungen, „und wir müssen alles dafür tun, damit die gemäßigten Muslime unterstütz werden“. Deshalb gehöre Islam-Unterricht in die Schulen, und zwar in deutscher Sprache und nach deutschen Richtlinien. „Unsere Grundwerte müssen überall gültig sein“, stellte die Abgeordnete klar. Bei der Integration dürfe es nicht nur um Sprachkurse gehen, viel wichtiger sei die Vermittlung der Grundwerte. Der zentrale Ort für die Integration sei die Kommune. „Dringend muss ein Zuwanderungsgesetz verabschiedet werden“, forderte Annette Waterman-Krass abschließend.

Bild (v.l.): „Geburtstagskind“ Bärbel Bloschek, AG 60plus Vorsitzender Werner Haverkemper, Annette Watermann-Krass und ihre neue Mitarbeiterin Carolin O‘Sullivan

 
 

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